Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen
[ba:t'ʔø:nhaʊzn] (niederdeutsch: Bad Öinusen) ist ein nordrhein-westfälischer Kurort im nordöstlichsten Kreis des Landesteils Westfalen. Die Stadt liegt zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Lipper Bergland im Süden im Tal der Werre, die im Stadtteil Rehme in die Weser mündet.

Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert als Kurbad gegründet, nachdem auf ihrem Gebiet eine Thermalquelle erbohrt worden war. In der Folgezeit entwickelte sie sich zu einem Kurort von überregionaler Bedeutung und wurde im 20. Jahrhundert zum Standort zahlreicher Spezialkliniken wie dem Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen.

 

Geschichte von früher

Der älteste urkundliche Nachweis für das heutige Stadtgebiet belegt den Ort Rehme (Rimie) 753 in den fränkischen Reichsannalen. Mittelalterliche Siedlungskerne liegen auch in den Ortsteilen Werste, Eidinghausen, Volmerdingsen und Wulferdingsen.

Im zu Bad Oeynhausen gehörenden Bergkirchen befand sich in vorchristlicher (sächsischer) Zeit am dortigen Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle später, im 9. Jahrhundert, eine Kirche erbaut wurde. Die heutige Kirche ist ein Nachfolgebau dieses Gebäudes. An der Kirche und an der unterhalb liegenden „Wittekindsquelle“ weisen Tafeln darauf hin. Wenige Meter von der Kirche entfernt steht noch heute ein Fachwerk-Gehöft aus dem 13. Jahrhundert.

Nach einer Anekdote wunderte sich der Colon Sültemeyer im Jahre 1746 über die salzige Kruste auf seinen Schweinen, nachdem sie sich im Morast gewälzt hatten. Nach Bekanntwerden dieses Fundes befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, die den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam und erstmals 1753 Siedesalz produzierte. An diesen Beginn der Stadtentwicklung erinnert heute der Sültemeyer-Brunnen („Schweinebrunnen“) im Zentrum Bad Oeynhausens. Das Salz wurde in der Region abgesetzt, aber auch bis nach Köln verkauft. Neben der Saline entstand eine chemische Fabrik, die Rückstände des Rohsalzes zu Produkten wie Soda, Chlorkalk und Bittersalz verarbeitete.

Nach etwa 25 weiteren Bohrungen in den folgenden Jahrzehnten bohrte der Berghauptmann Karl von Oeynhausen (1795–1865) auf dem Gelände des heutigen Kurparks ab 1830 nach weiteren Salzvorkommen. Das Ziel lag darin, den preußischen Staat von Salzimporten unabhängig zu machen. Von Oeynhausen fand kein weiteres Steinsalzvorkommen, stieß aber 1845 im mit 696,4 m damals tiefsten Bohrloch Europas auf eine Thermalsolequelle. Schnell wurde die Heilkraft dieser Quelle erkannt und die ersten Thermalbäder entstanden in dem Ort, der sich nun „Neusalzwerk bei Rehme“ nannte. Nach der Enteignung und Entschädigung von vier Kolonen, die bereits Badeanstalten auf ihren Grundstücken betrieben, erfolgte die Genehmigung des Badebetriebs durch das Finanzministerium im Dezember 1844 1848 gab König Friedrich Wilhelm IV. dem Ort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“. Nach Gründung der Stadt am 1. Januar 1860 durch Ausgliederung aus der Gemeinde Rehme wurde der Name beibehalten.

Quelle: ©Wikipedia

Open The Map Close The Map

phone

05731.15 66 15

email

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Adress

1th office:
Ringstraße 105
Bad Oeynhausen
2th office ab 2017
Herforder Str. 48
Bad Oeynhausen I gegenüber Kurpark

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihr Schreiben und versuchen es zeitnah zu beantworten: